BgR-News – der Frühling kommt, wir sind schon da

Eigentlich hatten wir uns grad gefreut, dass nun auch in Niedersachsen der Landesverband der AfD als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft wurde, da entscheidet das Verwaltungsgericht Köln, dass die AfD auf bundesebene vorerst nicht als „gesichert rechtsextremistisch“ geführt werden darf – bis das Hauptverfahren verhandelt ist. 

Wir freuen uns also über kleine Dinge: ein Beitrag des Offenen Kanals Salzwedel über das VielfalterFest im September 2025 ist endlich online und zeigt die Stimmung von Fest und Umzug: https://youtu.be/U2aMS2F6qSs – danke an den OK!

Und es tut sich ja auch viel: 

  • der AfD-Kreisverband Altmark-West bekommt in Salzwedel doch kein Büro neben der LINKEN (https://www.volksstimme.de/lokal/salzwedel/afd-buro-direkt-neben-der-linken-abgelehnt-4198847)
  • nachdem es die Omas gegen Rechts Wendland, Elbtalaue und Altmark gibt gründet sich Anfang März auch in Stendal eine Gruppe. Zum Auftakt sind die OgR Altmark für einen Redebeitrag eingeladen. Viel Erfolg!
  • die Petition „AfD-Verbot jetzt!“ hat auch in Sachsen-Anhalt 10.000 Stimmen zusammen! Falls ihr noch unterschreiben wollt: https://www.openpetition.de/petition/online/sachsen-anhalt-fuer-das-afd-verbot
  • in Niedersachsen hatte die Kampagne schon im November 2025 die öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss – dort steht jetzt an, mit den Landtagsabgeordneten zu sprechen und sie dazu aufzufordern, einem Antrag auf ein Verbotsverfahren zuzustimmen: https://afd-verbot.jetzt/de/abgeordnetentool
  • das Strategie- und Vernetzungstreffen „Für mehr Demokratie“ am 7.2. in Salzwedel war mit 60 Teilnehmenden aus unterschiedlisten Zusammenhängen ein voller Erfolg. Eine Fortsetzung folgt.
  • Das Netzwerk „Aufstehen gegen Rassismus“ ruft dazu auf, sich am Aktionstag am 28.3.2026 zu beteiligen: „Für den 21.03. hat die UN den internationalen Tag gegen Rassismus ins Leben gerufen. Damit verbunden sind auch die internationalen Wochen gegen Rassismus. Unsere Freund*innen von World Against Racism and Fascism (WARAF) rufen zum Aktionstag auf. Wie jedes Jahr schließen wir uns diesem Aufruf für dezentrale Aktionen an. Der Aktionstag ist in diesem Jahr für den 28.03. festgelegt, in Solidarität mit den „No Kings“-Protesten, die an dem Tag in den USA stattfinden.“
  •  ab Mai 2026 bis März 2027 bietet FARN die kostenlose Fortbildung „Region im Wandel – Konflikte verstehen, Dialoge gestalten, Zusammenhalt stärken“, sie möchte Menschen unterstützen, die Verantwortung in ihren Regionen übernehmen, denn: „Ländliche Regionen sind so vielfältig wie die Herausforderungen, vor denen sie stehen: neue Windkraftanlagen, die Rückkehr des Wolfs, der Kohleausstieg und vieles mehr. Je nach persönlicher Betroffenheit, Erfahrung und Haltung werden diese Veränderungen sehr unterschiedlich aufgenommen und emotional bewertet. Oft führt das zu Unverständnis, Spannungen und Konflikten, die sich in verhärteten Fronten zeigen – in Vereinen, Betrieben, Verwaltungen oder Nachbarschaften.“. Weitere Infos hier: https://www.nf-farn.de/fortbildung-riwa
  • Das Bündnis „Zusammen für Demokratie“, ein Zusammenschluss von 75 Organisationen aus der Zivilgesellschaft, die viele Bereiche unserer Gesellschaft repräsentieren, wird im Zeitraum vom 23. Mai bis 7. Juni 2026 bundesweit und dezentral vielfältige Aktionen für Demokratie und Menschenrechte möglich machen. 

Kommende Termine aus dem Universum des BgR:

  • Fr, 27.02.2026, 17:30 Uhr, Marktplatz Lüchow: Demo „Free Maja“
  • Fr, 27.02.2026, 19:00 AZ Kim Hubert, Salzwedel: Mobi-Vortrag zur rechten Kampfsport-Gala und den Gegenprotesten
  • Sa, 28.02.2026, 09-13:00 Uhr, Marktplatz Lüchow: Handtuchfärbe-Aktion für den Frauen*tagsstreik „ENOUGH“
  • Di, 03.03.2026, 15:30-18:00 Uhr, Exchange in Salzwedel: Gutscheintausch
  • Mi, 04.03.2026, 15-17:00 Uhr, EinsWeiter, Lüchow: Offener Treff & Schreibwerkstatt zur feministischen Sichtbarmachung „Who Care’s?“ – Wir unterstützen ENOUGH!
  • Do, 05.03.2026, bundesweit: Schulstreik gegen die Wehrpflicht
  • Sa, 07.03.2026, 14-18:30 Uhr, VHS Salzwedel: Theaterworkshop „Das ist kein Kratzer – Leben im Patriarchat“
  • Sa, 07.03.2026, 20:00 Uhr, Platenlaase: FLINTA*-Party in den Frauen*tag hinein
  • Mo, 09.03.2026, Lüchow / Global: E N O U G H ! GLOBALER FRAUEN*GENERALSTREIK – Streikzentrale, Demo und Kundgebung, mit Rahmenprogramm am 08./09.03.
  • Mo, 09.03.2026, 17-19:00 Uhr, Online: Engagement gegen Rechtsextremismus und Schutz der Gemeinnützigkeit
  • Do, 12.03.2026, 18:00 Uhr, Gedenkstätte Gardelegen: Filmabend „Unbekannte Helden. Widerstand im Südwesten“
  • Fr, 13.03.2026, 17:00 Uhr, Hitzacker Dorf: Vernetzungstreffen
  • Sa, 14.3.2026, 14:00 Uhr, Magdeburg: PRÜF-Demo
  • Mo, 16.03.2026, 18:00 Uhr, Gedenkstätte Gardelegen: Lesung mit Susanne Siegert aus ihrem Buch „Gedenken neu denken“
  • Mo, 23.03.2026, 10-16:00 Uhr, Halle (Saale): Seminar „Moderation im Kontext rechter und rassistischer Positionen“
  • Di, 24. & Di 31.03.2026, 19-21:00 Uhr, Gemeindehaus Hitzacker: Argumentationstraining gegen rechte Parolen im Rahmen von „Kirche gegen Antisemitismus“
  • Mo, 30.03.2026, 17:00 Uhr, Marktplatz Lüchow: Mahnwache für die Opfer der „Aktion T4“ des Nationalsozialismus
  • So, 12.04.2026, 14:00 Uhr, Gardelegen: Gedenkveranstaltung „Vergangenheit verstehen, Gegenwart prägen“ zum 81. Jahrestag des Massakers von Gardelegen
  • Mi, 15.04.2026, 20:00 Uhr, Clenze: Film „Die Möllner Briefe
  • Mi, 29.4.2026, 17-19:00 Uhr, Online: Wirksame Kommunikationsstrategien bei Diffamierungen und Angriffen

Unten findet ihr wie immer die genaueren Infos.

Solidarische Grüße

euer Bündnis gegen Rechts Wendland/Altmark


Fr, 27.02.2026, 17:30 Uhr, Marktplatz Lüchow: Demo „Free Maja“

Wir demonstrieren in Solidarität mit Maja T und allen Antifaschist*Innen!
Maja ist eine queere Antifaschist*In, die rechtswidrig nach Ungarn ausgeliefert wurde und dort in einem Schauprozess zu 8 Jahren Haft verurteilt wurde.
Wir demonstrieren gegen die Umstände ihrer Auslieferung und für ihre Rückholung, für ein rechtsstaatliches Verfahren in Deutschland, aber wir machen auch klar: Antifaschismus ist kein Verbrechen! Antifaschismus ist notwendig! 


Fr, 27.02.2026, 19:00 AZ Kim Hubert, Salzwedel: Mobi-Vortrag zur rechten Kampfsport-Gala und den Gegenprotesten 

+++kein Kampfsport den Faschisten! Am 07.03 nach Halle!+++

Am 07.03 Veranstaltet das Gladiator Gym Halle ihrer erster Fight Gala. Das Gladiator Gym gibt sich bewusst professionell und unpolitisch ist aber tief in der rechten Hooligan Szene Ostdeutschlands verwurzelt. Die Betreiber waren beteiligt an dem Übergriff auf Connewitz, worden verurteilt wegen Gewalttaten an andersdenkenden, posieren mit Hakenkreuz Sturmhaube und wollen „Jenaer, Schwuchteln und antifas“ klatschen. Auch auf der fight Card fürs das Event finden sich zahlreiche Kontake in die Rechtsradikale Szene Ostdeutschlands. 

Deshalb kommt alle am 07.03 nach Halle! Wir lassen dieses Event nicht unwidersprochen. 

Für Hintergrundinfos zu dem Gladiator Gym, dem fight Event, dem Demo Verlauf und der Anreise aus Salzwedel kommt am 27.02 19:00 ins AZ Kim Hubert. Geb euren Freund*innen und Genossen*innen bescheid, kommt zahlreich, kommt wütend!


Sa, 28.02.2026, 09-13:00 Uhr, Marktplatz Lüchow: Handtuchfärbe-Aktion für den Frauen*tagsstreik „ENOUGH“

Handtuchfärbe-Aktion 

mit pinken Waffeln auf dem Marktplatz in Lüchow mit Foodtruck von Quartier4 e.V.

Wann? Samstag den 28.02., von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr


Di, 03.03.2026, 15:30-18:00 Uhr, Exchange in Salzwedel: Gutscheintausch

Liebe Community,

am 03.03.2026 findet unser nächster Gutscheintausch im Exchange in Salzwedel statt. Ihr könnt zwischen **15:30 und 18:00 Uhr** vorbeikommen.

In der Regel haben wir 50-Euro-Gutscheine. Tragt euch den Termin gern schon einmal in den Kalender ein.

Wir freuen uns über ein solidarisches Miteinander. Wir finden es ungerecht, dass es dieses Gutscheinsystem gibt – gemeinsam können wir dazu beitragen, diese Ungerechtigkeit ein Stück weit abzumildern.

Wir freuen uns auf euch. ✊?


Mi, 04.03.2026, 15-17:00 Uhr, EinsWeiter, Lüchow: Offener Treff & Schreibwerkstatt zur feministischen Sichtbarmachung „Who Care’s?“ – Wir unterstützen ENOUGH!

Wann? 04.03.2026 um 15:00 Uhr – 17:00 Uhr

Wo? Büro von EinsWeiter e.V., Burgstr. 8, Lüchow

EinsWeiter e.V. lädt zur Schreibwerkstatt ein!
Zur feministischen Sichtbarmachung „Who Care’s?“
Wir unterstützen ENOUGH!

Lasst uns wütende, traurige, kluge Texte schreiben.
Es stehen die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und die Kommunalwahlen in Niedersachsen an.Was hat das eigentlich mit uns zu tun?

Kommt vorbei. Bringt eure Gedanken mit.

Wenn ihr wollte, könnt Ihr die Texte  auch am 09.03 auf der Kundgebung vorlesen! (Kein Muss!)
Das Büro ist barrierearm zugänglich.  


Do, 05.03.2026, bundesweit: Schulstreik gegen die Wehrpflicht

https://schulstreikgegenwehrpflicht.com

Und nächste Termine im QBUS, Lüchow:

05.03., 13-15:00 Uhr Null-Zwang-Café 

26.03., 14-17:00 Uhr Null-Zwang-Café

26.03., 15-17:00 Uhr Beratung über Kriegsdienstverweigerung

Nicht bis März warten? Hier mehr Infos zum Thema Kriegsdienstverweigerung: https://dfg-vk.de/verweigerung/


Sa, 07.03.2026, 14-18:30 Uhr, VHS Salzwedel: Theaterworkshop „Das ist kein Kratzer – Leben im Patriarchat“ Mit Mitteln des „Theaters der Unterdrückten“ erleben, hinterfragen und empowern wir uns!

Moderne Weiblichkeitsanforderungen – von Perfektionsdruck über Care-Verantwortung bis hin zu Schönheitsnormen – machen unser Leben oft schwerer, als es ohnehin schon ist. Leben im Patriarchat tut weh.

In diesem Workshop probieren wir mit kreativen Methoden neue Rollen, Wege und Widerstandsformen aus. Wir schaffen einen bewegten, bestärkenden Raum für alle, die feministische Perspektiven körperlich und künstlerisch erfahrbar machen möchten.

Wann? 7.03 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Wo? VHS Salzwedel, Karl-Marx-Str. 15, kostenfrei, Anmeldung erforderlich unter: https://is.gd/P79P0I

Der Raum ist barrierearm zu erreichen.

Für: Frauen und TINA+ (trans, inter, nichtbinär und agender Personen)
Die Workshopleitung hat eine Frau von EinsWeiter e.V., die sich mit ihrem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht identifiziert.


Sa, 07.03.2026, 20:00 Uhr, Platenlaase: FLINTA*-Party in den Frauen*tag hinein

Wir kompostieren das Patriarchat und feiern uns und in den Frauentag hinein. Einlass: 20.00 Uhr. Performances: um 20.30 Uhr. DJ Line-Up:  Pearl Peppa, Inglabing und Antchinnikova änd_fränds. Sämtliche endo-cis-Männer sowie Alice Weidel und Eva Braun können nicht teilnehmen.

Eintritt: 8-12 Euro


Mo, 09.03.2026, Lüchow / Global: E N O U G H ! GLOBALER FRAUEN*GENERALSTREIK – Streikzentrale, Demo und Kundgebung, mit Rahmenprogramm am 08./09.03.

AB 10 UHR: STREIKZENTRALE QBUS, Theodor-Körner-Str.14, Lüchow
Aktionen – Workshops – Café

14:00 DEMO – Start: QBUS

14:30 Kundgebung Marktplatz

Rahmenprogramm 8. + 9.3. im gesamten Wendland. 

Mehr unter: qbus-lüchow.de


Mo, 09.03.2026, 17-19:00 Uhr, Online: Engagement gegen Rechtsextremismus und Schutz der Gemeinnützigkeit

Immer mehr Initiativen, die sich öffentlichkeitswirksam gegen rechtsextreme Raumnahme wehren und für eine demokratische Gesellschaft kämpfen, sehen sich strategischen Angriffen von rechtsextremen Parteien ausgesetzt. Diese stellen die Legitimität von zivilgesellschaftlichen Organisationen infrage und zielen oft auf den Entzug ihrer Gemeinnützigkeit ab. Der Vortrag geht darauf ein, wie sich gemeinnützige Organisationen gegen Rechtsextremismus engagieren können, ohne ihre Gemeinnützigkeit zu gefährden, worauf dabei besonders zu achten ist und wo es Unterstützung gibt.

Vortrag und Austausch mit Luise Bublitz, Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF).

Anmeldungen:  https://crm.amadeu-antonio-stiftung.de/civicrm/event/info?reset=1&id=27


Do, 12.03.2026, 18:00 Uhr, Gedenkstätte Gardelegen: Filmabend „Unbekannte Helden. Widerstand im Südwesten“

Im Frühjahr 1945 regt sich in vielen Gemeinden Widerstand gegen das NS-Unrechtsregime. Kurz vor Einmarsch der alliierten Truppen riskierten mutige Menschen ihr Leben gegen die fanatischen Verteidiger des NS-Staates. 

Die Gedenkstätte Gardelegen weist im Rahmen der aktuellen Wechselausstellung „1945. Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den letzten Kriegstagen“ auf diese bisher wenig beachtete Geschichte hin. In Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie des Altmarkkreises Salzwedel lädt das Team der Gedenkstätte zum Filmabend am Donnerstag, 12.03.2026 um 18:00 Uhr ein.

Das Dokudrama „Unbekannte Helden – Widerstand im Südwesten“ zeigt fünf verschiedene Widerstandsaktionen gegen den nationalsozialistischen Machtapparat in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – aber auch faschistische Vergeltungsaktionen und die Passivität eines großen Teils der deutschen Bevölkerung. Die Produktion benutzt dazu zeitgenössische Fotografien, private Filmaufnahmen und Augenzeugenberichte. In an Originalschauplätzen gedrehten Szenen spielen die  Schauspieler Ulrike Folkerts, Walter Sittler, Karl Kranzkowski und Sebastian Blomberg mit- sowie über einhundert Statisten.

Der 90-minütige Film wurde 2020 im Auftrag des SWR produziert.

Im Nachgang besteht die Möglichkeit für Interessierte zu einem offenen Austausch über den Widerstand in der Endphase und die „Unbekannten Helden“. 

https://gedenkstaette-gardelegen.sachsen-anhalt.de/news-detail/filmabend-unbekannte-helden-am-12-maerz-2026-in-der-gedenkstaette-gardelegen


Fr, 13.03.2026, 17:00 Uhr, Hitzacker Dorf: Vernetzungstreffen

Die Klimaaktionsgruppe Hitzacker und die BI haben ein Vernetzungstreffen angeschoben und natürlich hoffen wir, dass ihr an Bord seid. Ab 17 Uhr gibt es ein Come together mit Tee, Kaffee und Punsch. Ab 17.30 starten wir dann mit der Veranstaltung. Am Anfang werden wir kurz umreißen, warum wir die Initiative ergriffen haben, es sollen alle zu Wort kommen. D.h. ihr stellt euch auch kurz vor und es wäre schön, wenn ihr sagt, wie ihr das seht mit der gegenseitigen Unterstützung. Es sind keine Parteien eingeladen, es geht um „grassroots“.


Sa, 14.3.2026, 14:00 Uhr, Magdeburg: PRÜF-Demo

Weitere Infos:

https://www.facebook.com/solidarischesmagdeburg

https://www.instagram.com/pruef.lsa


Mo, 16.03.2026, 18:00 Uhr, Gedenkstätte Gardelegen: Lesung mit Susanne Siegert aus ihrem Buch „Gedenken neu denken“

Am Montag, den 16. März 2026 um 18:00 Uhr liest Susanne Siegert aus ihrem Buch „Gedenken neu denken“ im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Gardelegen.

Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert ihrem Buch „Gedenken neu denken“ dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen.

Die Autorin (Jahrgang 1992) klärt über ihre Instagram- und Tiktok-Kanäle @keine.erinnerungskultur Hunderttausende in niedrigschwelliger und verständlicher Weise über das auf, „was du in der Schule NICHT über Nazi-Verbrechen lernst“.

Buchkäufe über die Buchhandlung Albrecht und eine anschließende Signierung sind vor Ort möglich.

Der Eintritt ist frei.  

Die Teilnahmeplätze an dieser Lesung sind begrenzt.

Anmeldung per E-Mail an: anmeldung-isenschnibbe(at)erinnern.org bis zum 11. März 2026.

Im Anschluss folgt eine schriftliche Bestätigung.


Mo, 23.03.2026, 10-16:00 Uhr, Halle (Saale): Seminar „Moderation im Kontext rechter und rassistischer Positionen“

Ob bei der Betriebsversammlung, im Personal- oder Betriebsrat, im Jugendhilfeausschuss oder beim Vernetzungstreffen – immer mehr stehen auch Moderator*innen und Prozessbegleiter*innen vor der Herausforderung, mit rechten Aussagen und Akteur*innen konfrontiert zu sein. 

Wie bewege ich mich im Spannungsfeld zwischen Neutralität meiner Moderationsrolle und der Sicherstellung einer demokratischen Gesprächskultur? Welche Werkzeuge und Methoden stehen mir zur Verfügung, um die Kontrolle über die Situation zu behalten? 

Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns mit praktischen Übungen annähern. Die Weiterbildung verbindet Methoden aus Moderation und Prozessbegleitung mit solchen der Rechtsextremismusprävention und der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichwertigkeit. 

Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Aktive und freiberufliche Moderator*innen und Seminarleitungen, welche bereits erste Erfahrungen in der Moderation von Gruppenprozessen und offenen Veranstaltungsformaten gesammelt haben. 

Ziel ist der Aufbau von mehr Handlungssicherheit im Kontext der eigenen Rollenreflexion. Eine Übertragung der Methoden auf Veranstaltungs- und Bildungssettings ist in Teilen möglich, stellt aber nicht den Schwerpunkt dieses Tagesseminars dar.

Trainer*innen: Fabian Wanisch (Stuhlkreisrevolte) & Bienz Hammer (Gegenargument)

Anmeldung unter anmeldung@boell-sachsen-anhalt.de oder oder per Telefon unter 0345 2023927

Ort: Die Veranstaltung findet zentral in Halle (Saale) statt. Der Veranstaltungsort wird nach Anmeldung mitgeteilt. 

Barrieren: Der Veranstaltungsort ist mit einem Rollstuhl zugänglich.

Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische, antifeministische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zugang zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


Di, 24. & Di 31.03.2026, 19-21:00 Uhr, Gemeindehaus Hitzacker: Argumentationstraining gegen rechte Parolen im Rahmen von „Kirche gegen Antisemitismus“

Offenes Argumentationstraining in Hitzacker in der Kirchengemeinde im Rahmen von Kirche gegen Antisemitismus. Anmeldung (nur beide Abende zusammen) vermitteln wir über die Kontaktadresse vom Bündnis gegen Rechts Wendland/Altmark.


Mo, 30.03.2026, 17:00 Uhr, Marktplatz Lüchow: Mahnwache für die Opfer der „Aktion T4“ des Nationalsozialismus

Am 30.03. findet eine Mahnwache statt, für die Opfer des Nationalsozialismus, diesmal: Aktion T4, die Tötung von körperlich und geistig Behinderten in Hadamar 


So, 12.04.2026, 14:00 Uhr, Gardelegen: Gedenkveranstaltung „Vergangenheit verstehen, Gegenwart prägen“ zum 81. Jahrestag des Massakers von Gardelegen

Der 81. Jahrestag des Massakers steht unter dem Motto „Vergangenheit verstehen, Gegenwart prägen“.  Es verweist auf den Kern unseres gemeinsamen Anliegens: Die historischen Ereignisse von 1945 nicht nur in ihrer Brutalität und in ihrem Kontext nationalsozialistischer Gewalt zu begreifen, sondern auch den langen Prozess des Verschweigens und Verdrängens nach 1945 mitzudenken. „Vergangenheit verstehen“ bedeutet, die Geschichte des Massakers nicht isoliert zu betrachten, sondern in ihre politischen, gesellschaftlichen und moralischen Zusammenhänge einzuordnen und die Schicksale der Opfer ernst zu nehmen. „Gegenwart prägen“ richtet den Blick auf die Verantwortung, die aus dieser Auseinandersetzung erwächst. Erinnerungskultur ist kein abgeschlossener Zustand, sondern ein aktiver Beitrag zu Wachsamkeit, Empathie und demokratischen Werten. Gerade in einer Zeit, in der antisemitische, rassistische und antidemokratische Äußerungen wieder sichtbarer werden, gewinnt dieser Zusammenhang an Bedeutung.

Der Jahrestag des Massakers erinnert an die Ermordung von 1016 Häftlingen der Konzentrationslager Mittelbau-Dora und Hannover-Stöcken in der Nacht vom 13. auf den 14. April 1945 in der Feldscheune Isenschnibber bei Gardelegen. Es war eines der größten Verbrechen der nationalsozialistischen Todesmärsche in Europa.

Aus Rücksicht auf den Sabbat und die Gottesdienste findet die Veranstaltung am Sonntag, den 12. April 2026 um 14.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Nähere Informationen werden zeitnah veröffentlicht.


Mi, 15.04.2026, 20:00 Uhr, Clenze: Film „Die Möllner Briefe

Veranstaltung der Omas gegen Rechts Wendland.


Mi, 29.4.2026, 17-19:00 Uhr, Online: Wirksame Kommunikationsstrategien bei Diffamierungen und Angriffen

Gemeinwohlorientierte Organisationen werden immer häufiger angegriffen. Überlegte Kommunikationsmaßnahmen geben Sicherheit und helfen dabei, rechtsextreme Strategien zu entkräften. Wie könnt ihr euch verhalten, wenn eure Organisation in einer parlamentarischen Anfrage einer rechtsextremen Partei auftaucht? Sollte man auf Presseanfragen von Meinungsportalen antworten? Wie bereitet man sich auf mögliche Angriffe auf Social Media Kanälen vor und wie lässt sich die Solidarität von Mitgliedern und Mitstreitenden mobilisieren? Lorenz Blumenthaler, Pressesprecher der Amadeu Antonio Stiftung, berichtet aus der Praxis und gibt Empfehlungen für eure Kommunikationsarbeit.

Anmeldungen: https://crm.amadeu-antonio-stiftung.de/civicrm/event/info?reset=1&id=28