Karawane, Menschenkette und echter Dialog
Zweites Vernetzungstreffen stärkt die Zusammenarbeit engagierter Aktionsgruppen im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt
18.4.2026. Salzwedel.
Auf Einladung des „Bündnis gegen Rechts Wendland/Altmark“ trafen sich am Samstag rund 50 engagierte Menschen aus der Region und Vertreter aus Vereinen, Initiativen, Gewerkschaft, Kirche und Parteien in Salzwedel, um im Vorfeld der Landtagswahlen ihre Aktivitäten zu vernetzen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Nach einem ersten Treffen im Februar stand bei diesem Treffen im Vordergrund, unter dem Titel „Für mehr Demokratie“ Ideen zu konkretisieren und Aktivitäten der Arbeitsgruppen zu bündeln. Das Engagement für eine weltoffene, solidarische Gesellschaft in der Region und der Einsatz gegen Intoleranz, Diskriminierung und autoritäre Bestrebungen vereint altmärkische Initiativen wie das Aktionsbündnis Solidarisches Salzwedel und die Omas gegen Rechts Altmark im gemeinsamen Interesse, das Feld nicht rechtsextremen und hetzerischen Gruppierungen zu überlassen.
In der großen Runde zu Beginn des intensiven Nachmittags zeigte sich im Austausch: Viele Teilnehmende motiviert auch der Wunsch, mit Selbstbewusstsein dem Bild gegenüberzutreten, das Land sei von rechtsextremen Kräften schon vereinnahmt. „Auch wir sind hier!“, sagte eine Teilnehmende aus Beetzendorf. Angesichts der großspurigen Rhetorik rechtsextremer Parteien ermutigte ein kurzer Input über die Wahlprognosen die Versammelten, weiterhin mit ihren Netzwerken und Bündnissen dem mancherorts vorhandenem Fatalismus entgegenzutreten und ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.
In Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, wer welche Fähigkeiten oder Kapazitäten einbringen kann und besprachen gemeinsame Vorhaben.
Sichtbar wird das Engagement etwa durch eine geplante Menschenkette in Salzwedel am Vortag der Wahl und eine „Karawane“, die mit Treckern, Fahrrädern, Theater und Musik im August durch die Altmark touren wird. Mit Flyern soll über Schein und Realität in Wahlversprechen aufgeklärt werden. Auch sollen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, verschiedene gesellschaftliche Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen, sei es auf dem Marktplatz, bei Haustürgesprächen oder konkreten Dialogveranstaltungen.
Neu hinzugekommene Interessierte konnten sich informieren und einbringen. Auch aus den Nachbarlandkreisen Stendal und Lüchow-Dannenberg kamen Gleichgesinnte.
„Das Treffen hat gezeigt, dass die zahlreichen Initiativen und Netzwerke handlungsfähig sind. Eine konstruktive Kommunikation, die konkrete Planung von Vorhaben und gebündelte Aktionen spiegeln die mutmachende Dynamik des Engagements.“, kommentiert in der Moderation Joel Campe für das Bündnis gegen Rechts Wendland/Altmark.
Infoveranstaltungen und Folgetreffen für weiteren Austausch und Aktionen sind geplant. Interessierte sind willkommen und können sich unter der Email-Adresse info@buendnisgegenrechtswendmark.de melden.
Pressekontakt: info@buendnisgegenrechtswendmark.de