27.07.2024 „Jedes Jahr im Sommer“ – in Roxförde

Liebe Leute,

hier eine kurzfristige Ankündigung der Kampagne „Jedes Jahr im Sommer“, die sich gegen das jährlich stattfindende Sommerfest der Jungen Alternative in der Altmark richtet: Das Fest findet am Samstag, 27.7. bei Roxförde (Nähe Gardelegen) statt.
Bei diesem Fest kommen mehrere hundert Menschen aus der Bundesrepublik zusammen für Rechtsrock und Bratwurst. „Jedes Jahr im Sommer“ organisiert dieses Jahr einen breit aufgestellten Gegenprotest, zu dem auch das Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark mit aufgerufen hat (unten findet ihr den Aufruf).

Diesen Samstag gegen das Sommerfest! https://www.jedesjahrimsommer.net/2024/07/24/diesen-samstag-gegen-das-sommerfest/

Deadline für die Shuttle-Anmeldung: Freitag, 18:00 Uhr!

Infos zu Anreise und Treffpunkt hier: https://www.jedesjahrimsommer.net/anfahrt/[https://www.jedesjahrimsommer.net/anfahrt/]

Aufruf:
Seit Jahren veranstaltet die Junge Alternative Altmark, die Jugendorganisation der AfD, immer an einem Wochenende im Sommerloch ihr Sommerfest. Zumeist auf einem Privatgrundstück außerhalb von Roxförde bei Gardelegen treffen sich dann hunderte Rechtsradikale zu Speis & Trank, rechter Musik und hetzerischen Reden. Im Jahr 2023 fanden sich auf dem Gelände etwa 550 Teilnehmer*innen ein. Damit ist das nur intern beworbene und ansonsten geheim gehaltene Sommerfest der Jungen Alternative das größte regelmäßige rechtsradikale Event in der weiteren Region.
Im Jahr 2022 ließ Sebastian Koch, Vortänzer der hiesigen Jungen Alternative und Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes, die rechtsradikale Rapperin Runa auftreten. Darauf von der Volksstimme angesprochen, beteuerte er, er hätte die Frau nicht eingeladen, wenn er von ihren Bezügen zur offenen NS-Verherrlichung gewusst hätte. Das hinderte allerdings den Neonazi-Liedermacher „Der Visionär“ nicht daran, im Jahr 2023 kurz nach dem Sommerfest via Instagram zu verlautbaren, er sei am Freitagabend in der Altmark aufgetreten. Auf dem beigelieferten Foto: Ein Lagerfeuer und Lichterketten im Hintergrund, die der auf Fotos des JA-Sommerfestes festgehaltenen Szenerie erstaunlich ähnlich sehen. Das aber muss reiner Zufall sein: Das Sommerfest fing ja erst am Samstag an…
Wie auch in den vergangenen Jahren wollten Antifaschist*innen da Treffen von AfD, JA und anderen Nazis nicht unwidersprochen hinnehmen. Achtet also auf unsere Ankündigungen zu Gegenaktivitäten, organisiert euch in Fahrgemeinschaften und sorgt dafür, dass der Protest gegen die AfD in eine breite und organisierte Bewegung gegen die faschistische Partei mündet. Zeigen wir der AfD, dass der Norden von Sachsen-Anhalt ein schwieriges Pflaster für die menschenverachtenden Umtriebe der Partei bleibt.

09.04.: Kampagne „Björn Höcke ist ein Nazi“ kommt in die Altmark

Am Dienstag, 9. April 2024 um 18:30 Uhr kommt die Kampagne „Björn Höcke ist ein Nazi“ für Vortrag und Diskussion nach Kaulitz ins Dorfgemeinschaftshaus.

Die Infoveranstaltung unterstützt dabei, sich Argumente und Hintergrundwissen zu Höckes Rolle innerhalb und außerhalb der AfD anzueignen. Sie liefert Argumente dafür, dass Björn Höcke die Faschisierung der AfD maßgeblich vorangetrieben hat, und beleuchtet sein rechtes Netzwerk auch über die Parteigrenzen hinaus. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen, in die Diskussion zu kommen, und sich zu vernetzen. Außerdem hat die Kampagne ihr Info-Material im Gepäck und gibt Tipps, wie wir uns vor Ort gegen die AfD organisieren können.

Eintritt frei / Spenden willkommen.

Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

16.4.: Argumentationstraining gegen rechte Parolen

Dienstag, 16.04.2024, 16-18:00 Uhr

In Kooperation mit dem Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark bietet die KURVE Wustrow aufgrund der hohen Nachfrage ein weiteres Argumentationstraining gegen rechte Parolen an.

Ziele
• Rechte Parolen entlarven und ihnen begegnen können
• Eigene Ressourcen entdecken
• Handlungssicherheit in schwierigen Situationen gewinnen
• Gesprächskompetenz stärken

Rechten Parolen, sogenannter gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zunehmend auch Verschwörungserzählungen begegnen wir an der Bushaltestelle, in der Schlange an der Ladenkasse, in Wartezimmern, im familiären Umfeld oder in anderen Situationen: Widerspruch erfordert häufig Schlagfertigkeit.

In Übungen, Diskussionen und dem Erfahrungsaustausch erarbeiten wir uns mehr Sicherheit für couragiertes Handeln gegen Rassismus, Antisemitismus und andere menschenverachtende Äußerungen. Gleichzeitig wollen wir Gelegenheiten, in denen Gespräche mitdeinander möglich scheinen, erkennen und nutzen.

Kosten: Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Für die entstehenden Ausgaben freuen wir uns über eine Spende (Spendenempfehlung: 20–45 Euro).

Zeit: 16:00-20:00 Uhr

Ort: wird kurzfristig bekannt gegeben

Anmeldung: Eine Anmeldung ist per Mail unter aufstehengegenrassismus(at)kurvewustrow.org bis 2 Wochen vor dem Termin möglich.

21.4.: Argumentationstraining gegen Antifeminismus

Sonntag, 21.04.2024, 14-18:00 Uhr, Ort folgt

Werde Stammtischkämpfer*in – Workshop gegen antifeministische Parolen

Antifeminismus und Rassismus vereinen die Rechten in ihrem gemeinsamen Hass gegen alle, die sich für Gleichberechtigung und Emanzipation einsetzen. Einige politische Gruppierungen bekämpfen nicht nur die Errungenschaften der Frauenbewegung, sondern schüren auch Vorurteile und Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Ethnizität und anderen Identitätsmerkmalen.

Die Angst vor Veränderung wird von diesen Gruppierungen genutzt, um eine Brücke in das bürgerliche Lager zu schlagen und Unterstützung für ihre rassistischen und antifeministischen Positionen zu gewinnen.

Der politische Kampf für das Recht auf Abtreibung, gleiche Löhne und andere feministische Anliegen besteht seit den ersten Bestrebungen der Frauenbewegung und ist auch heute noch sehr aktuell. Durch die Strategie einiger Gruppen, die Grenzen des Sagbaren immer weiter zu verschieben, erhalten AntifeministInnen und RassistInnen neuen Auftrieb.

Antifeministische und rassistische Parolen werden lauter, häufiger und stärker hörbar und erlangen den Anschein der Normalität, wenn niemand widerspricht. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer intersektionalen Perspektive, welche die Wechselwirkungen zwischen Geschlecht, Ethnizität und anderen sozialen Merkmalen berücksichtigt.

Wir werden sowohl theoretisch als auch praktisch Situationen und Parolen analysieren und uns mit zentralen antifeministischen und rassistischen Themenbereichen sowie Akteur*innen auseinandersetzen. Es wird geübt, das Wort gegen antifeministische und rassistische Parolen zu ergreifen, rechter Hetze entgegenzutreten und für solidarische Alternativen zu streiten.“

Oft hindert uns die berüchtigte Schrecksekunde an einer schnellen Reaktion. In diesem Training werden wir Strategien erlernen, um diese Hürde zu überwinden und in Zukunft besser, schneller und gezielter gegen antifeministische und rassistische Hetze vorgehen zu können. In Theorie und Praxis werden Situationen und Parolen analysiert. Außerdem schauen wir uns zentrale Themenbereiche sowie Akteur*innen an. Es wird geübt, gegen rechte Hetze das Wort zu ergreifen, ihr entgegenzutreten und für solidarische Alternativen zu streiten.

Uhrzeit: 14-18:00 Uhr

Ort: wird nach Anmeldung bekanntgegeben

Anmeldung: bitte bis 10.04.2024 per Mail an veranstaltungen@buendnisgegenrechtswendmark.de

Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Das Argumentationstraining wird vom Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark organisiert.

17.02.: „Nie wieder ist jetzt! – Salzwedel gegen Rechts“

Das Aktionsbündnis Solidarisches Salzwedel ruft auf zur Kundgebung auf dem Rathausturmplatz in Salzwedel am Sa, 17.2.2024, 11:00 Uhr

Die Correctiv-Enthüllungen über die geheime Konferenz in Potsdam von AfD, Werteunion und anderen extremen Rechten mit ihren Nazifreunden und Geldgebern zeigten exemplarisch die anhaltende Radikalisierung der AfD auf und brachten das Fass für viele Menschen endlich zum überlaufen: Seit ein paar Wochen demonstrieren deutschlandweit (und auch in Österreich) Millionen Menschen gegen die AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck. Viele Menschen, die jahrelang von AfD, Querdenken, Pegida und anderen Faschist*innen übertönt worden sind und deren Hass ausgesetzt waren, erheben jetzt ihre Stimme und zeigen, dass wir Demokrat*innen die gesellschaftliche Mehrheit sind. Gerade vor den anstehenden Wahlen in Ostdeutschland ein wichtiges Signal. Denn das, was AfD, ihre Nazifreunde und ihre Geldgeber in Potsdam besprochen haben, ist inhaltlich nichts Neues. Maßgebliche Teile der AfD – allen voran der ehemalige Flügel und die ostdeutschen Landesverbände der Partei – fordern schon lange die Ausgrenzung und Deportation von Menschen. In seinem 2018 erschienenen Buch schwadroniert Höcke von einem „Volkstod durch den Bevölkerungsaustausch“ und fordert eine Säuberung Deutschlands von „kulturfremden“ Menschen. Also genau das, was die AfD-Parteispitze jetzt nach den Enthüllungen von Potsdam versucht zu leugnen. Ein Jahr zuvor forderte Höcke bereits in Dresden eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ und wollte „Patriotismus“ statt einer „dämlichen Bewältigungspolitik“, die Deutschland nur „lähmen“ würde. Nach jedem dieser wohlinszenierten Tabubrüche und öffentlicher Kritik daran gab es ein kurzes partielles Zurückrudern und Beschwichtigen der AfD-Parteispitze, um dann umgehend mit neuen Provokationen die Grenze des Sagbaren erneut zu erweitern und den Diskurs weiter nach rechts zu verschieben. Ziel der Partei ist, den demokratischen Diskurs zu vergiften, die Demokratie von innen auszuhöhlen und gleichzeitig auch von außen mit Unterstützung des rechten Straßenmobs die demokratischen Institutionen und Entscheidungsprozesse anzugreifen und zu delegitimieren.

Das passiert natürlich nicht nur auf den großen Bühnen im Bundestag, in den Landesparlamenten und Fernsehtalkshows zur besten Sendezeit. Auch hier vor Ort arbeitet die AfD angeführt von einem Kreisverbandsvorsitzenden, der aus der Neonaziszene kommt, an ihrer erträumten Deutungshoheit. Ziel ist neben den erhofften Wahlergebnissen unter anderem die Rekrutierung von jungen Erwachsenen und der Versuch, kritische Stimmen mundtot zu machen. Die Partei und ihr rechtsextremes Umfeld sind für die Umsetzung ihrer Ziele auch bei uns in der Altmark sehr aktiv: Eine Veranstaltung mit Höcke im Kulturhaus; Sommerfeste von Junger Alternative und AfD in Roxförde mit bundesweit angereisten Rechtsextremen, Identitären, Neonazis und Rechtsrockmusik von der Bühne; Anträge zur Mittelstreichung von unliebsamen Jugend- und Kultureinrichtungen; Zusammenarbeit mit Neonazis und aggressiven Querdenker*innen auf der Straße; Hetze und Fakenews auf Social Media, rechtsextreme Aufkleber an Laternen; Unterwanderung von Vereinen; Heldengedenken mit NS-Jargon; völkische Sonnenwendfeiern und gezielte Provokationen, wie die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen für die Opfer des NS am Holocaustgedenktag.

Wir wollen diesen rechten Vormarsch gemeinsam stoppen! Wir werden die Normalisierung der AfD stören, die Demokratie und unser Gemeinwesen gegen die AfD und ihre Nazifreunde verteidigen und uns, wo immer es nötig ist, der AfD und ihrer Höcke-Jugend in den Weg stellen. Verbale Brandstifter*innen, systematische Fakenews-Schleudern und überzeugte Rassist*innen wie AfD-Funktionär*innen können nicht mit besseren Argumenten widerlegt oder entzaubert werden, sondern sie müssen von der Mehrheit wieder sozial geächtet und politisch isoliert werden. Ihrer Hetze und ihren gezielten Tabubrüchen zur Diskursverschiebung muss die mediale Reichweite entzogen werden und wie damals bei der NPD muss wieder gelten: kein Handshake mit Faschist*innen. Wir sagen: „Kein Platz für Rassismus, kein Platz für Antisemitismus, kein Platz für rechte Hetze und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Salzwedel. Alle zusammen gegen den Faschismus und für eine solidarische Gesellschaft.“

Kommt zur Kundgebung am Samstag, 17.02.2024 um 11:00 Uhr auf dem Rathausturmplatz Salzwedel!

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